Mobile Arbeit

Eine tragfähige Arbeitsform für das Ehrenamt?

Weniger Verkehr auf den Straßen, leere Büroräume, gestiegene Nutzungszahlen von Video- und Telefonkonferenzen – ein Bild, das in Zeiten einer Pandemie keine Seltenheit ist. Die letzten Monate haben neue Arbeitsformen ins Leben gerufen und das in vielen Organisationen bereits genutzte Modell von mobiler Arbeit weiter verstärkt. Mobile Arbeit bezeichnet das Arbeiten außerhalb des eigentlichen Standortes – sei es von zu Hause, unterwegs in Verkehrsmitteln oder an jedem anderen beliebigen Ort.

Für viele ist der persönliche Kontakt zu Kolleg*innen und Projektpartnern ein essenzieller Bestandteil des Arbeitsalltags; ein Verzicht darauf – unvorstellbar. Insbesondere im Bereich der Non-Profit-Organisationen, welche grundlegend von sozialen Kontakten geprägt sind, war die bloße Vorstellung, vollständig auf mobile Arbeit umzusteigen, bis vor einem halben Jahr undenkbar. Innerhalb kürzester Zeit wurde diese Entwicklung in ein primär digitales Arbeitsmodell unausweichlich als Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie vorangetrieben. Von heute auf morgen mussten Organisationen ihre komplette IT-Struktur aufrüsten und umgestalten, sodass den Mitarbeiter*innen ein Arbeiten außerhalb des Standortes ermöglicht wird. Doch welche langfristigen Vorteile bietet ein solches digitales Arbeitsmodell für das Ehrenamt?

Zunächst einmal können durch mobile Arbeit enorme Kosten eingespart werden. Etabliert sich in einer Organisation ein mobiles Arbeitsmodell, bei welchem die Mitarbeiter*innen langfristig die Möglichkeit haben, mehrere Tage in der Woche außerhalb des Standortes zu arbeiten, so birgt dies in Hinblick auf Raumkapazitäten enormes Einsparpotenzial. Nun muss nicht mehr für jeden einzelnen Mitarbeiter*in ein fester Arbeitsplatz eingeplant werden, sondern vielmehr könnten Wechselarbeitsplätze angeboten werden, die die Mitarbeiter*innen nutzen könnten, wenn sie gelegentlich vor Ort arbeiten. Dadurch können Raumkapazitäten reduziert werden, weniger Räume müssten beleuchtet und beheizt werden. Diese Einsparungen können Ehrenämter nun in den Ausbau ihrer Projektarbeit oder eben in die Digitalisierung ihrer Organisation einfließen lassen.

Weiterhin bietet mobiles Arbeiten auch aus Sicht der Mitarbeiter*innen attraktive Vorteile. Den Mitarbeiter*innen steht nun mehr freie Zeit zur Verfügung, da die Fahrzeiten zwischen Wohnort und Arbeitsort entfallen. Ein weiterer nicht zu vergessener Nebeneffekt ist der sich damit reduzierende Verkehr, welches der Umwelt zugute kommt. Zudem erhalten die Mitarbeiter*innen durch das mobile Arbeiten eine deutlich höhere Flexibilität, insbesondere was die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben angeht. Es ermöglicht ihnen beispielsweise, zwischen den einzelnen Telefonkonferenzen kleinere private Erledigungen von zu Hause oder von unterwegs zu machen. Besonders kommt das mobile Arbeitsmodell Mitarbeiter*innen mit Kindern entgegen, die beispielsweise kurzfristig von zu Hause arbeiten können, wenn ihr Kind krank geworden ist.

Der größte Vorteil, den ein digitalisiertes Arbeitsmodell für das Ehrenamt mit sich bringt, ist die Chance, Projekte ortsunabhängig begleiten zu können. Über Telefon- bzw. Videokonferenzen kann mit Menschen aus aller Welt kommuniziert werden und das Ehrenamt somit über Grenzen hinweg aktiv werden. Die bereits erwähnten Bedenken des mangelnden persönlichen Kontaktes können relativiert werden, wenn man betrachtet, wie viele Projekte bereits heute erfolgreich digital durchgeführt werden. Hier können wir aus eigener Erfahrung sprechen, da die Diginary Consulting gUG nahezu komplett über digitale Kommunikationsplattformen entwickelt und gegründet wurde, ohne dass sich das gesamte Team bis zur Gründung persönlich getroffen hat. Bei einem Team, welches wie in unserem Fall in Deutschland verstreut ist, wäre jede andere Arbeitsform wie regelmäßige Präsenz Meetings ineffizient, da diese viel zusätzliche Zeit und Aufwand erfordern würden. Über wöchentliche Telefon- und Videokonferenzen sowie weitere Kommunikationskanäle über Slack schaffen wir eine effiziente Arbeitsumgebung, bei der auch persönliche Gespräche nicht zu kurz kommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mobiles Arbeiten vielseitige Vorteile für Mitarbeiter*innen, die Non-Profit-Organisation sowie Projektpartner darstellt. Es können langfristig Kosten eingespart, die Flexibilität der Mitarbeiter*innen erhöht sowie Projekte ortsunabhängig begleitet werden. Sie möchten sich gerne zu mobilen Arbeitsformen beraten lassen oder benötigen Hilfe bei der Umsetzung? Melden Sie sich gerne HIER.